wbk Jahresbericht 2024 final inkl Inhaltslink - Flipbook - Seite 26
INSTITUT
FORSCHUNG
K O O P E R AT I O N E N
Forschungsprojekt PRO
DiKliMa – Die Qualifizierungsoffensive für
Digitalisierung, Klimamanagement und Mitarbeitergewinnung im Maschinen- und Anlagenbau
Ansprechpartnerin am wbk:
Patrizia Gartner, M.Sc.
Telefon: +49 1523 950 2649
patrizia.gartner@kit.edu
Ansprechpartner am wbk:
Imanuel Heider, M.Sc.
Telefon: +49 172 141 1977
imanuel.heider@kit.edu
Der Fachkräftemangel, zunehmende Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie die
Digitalisierung stellen für kleine und mittelständische
Unternehmen (KMU) des Maschinen- und Anlagenbaus enorme Herausforderungen dar. Gleichzeitig ergeben sich dabei Chancen zur Weiterentwicklung. An
dieser Stelle setzt das Projekt Digitalisierung, Klimamanagement und Mitarbeitergewinnung im Maschinen- und Anlagenbau (DiKliMa) an. Es hat zum Ziel,
KMU und deren Mitarbeitende für die vielfältigen aktuellen Herausforderungen zu rüsten. Das wbk Institut
für Produktionstechnik entwickelt hierfür in Kooperation mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau ein
Weiterbildungskonzept, welches einen Ausblick auf
aktuelle und kommende Herausforderungen gibt und
dafür Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Die Schulungen richten sich an Teilnehmende mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund und unterschiedlicher
Berufserfahrung im Unternehmen. Auszubildende im
kaufmännischen Bereich sind genauso angesprochen
wie Elektrotechnikingenieurinnen und -ingenieure in
der Geschäftsführung.
Ein Schwerpunkt des Projektes DiKliMa liegt darin,
Nachhaltigkeitsinitiativen der KMU des Maschinenund Anlagenbaus zu stärken. Für Unternehmen stellt
dieses Thema aktuell eine komplexe Aufgabe dar, da
sie mit Herausforderungen wie steigenden Umweltauflagen, sich verändernden Verbraucherpräferenzen und dem Druck, ihre CO2-Bilanz zu verbessern,
konfrontiert sind. Die KMU haben oft nur begrenzte
Ressourcen und wenig Erfahrung, wenn es darum
geht, nachhaltige Praktiken in ihre bestehenden Betriebsabläufe zu integrieren. DiKliMa zielt darauf ab,
diese Lücke zu schließen, indem praxisnahe Beratung
und Schulungen angeboten werden. Ein zentraler Aspekt von DiKliMa ist es, Kreislaufwirtschaftskonzepten im Maschinen- und Anlagenbau zu fördern. Hierbei werden beispielsweise Methoden aufgezeigt, um
die Produktionsprozesse zu optimieren. Ziel ist es, den
Lebenszyklus von Maschinen zu verlängern, Abfälle
zu minimieren und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft
und Industrie ist ein Schlüsselaspekt von DiKliMa.
In dem Know-how ausgetauscht und Netzwerke geschaffen werden, lassen sich nachhaltige Innovationen vorantreiben. Letztendlich strebt das Projektteam
an, Unternehmen hinsichtlich Umweltschutz und
Nachhaltigkeit als Vorreiter zu positionieren.
Das drei Jahre andauernde Projekt startete zum 01.
Januar 2023 und befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Das Qualifizierungsangebot, bestehend
aus Schulungen sowie Materialien zum Selbststudium, wird in den Jahren 2024 und 2025 zur Verfügung
stehen.
Gefördert wird das Projekt DiKliMa durch den
Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des
Landes Baden-Württemberg.
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Das Projektteam DiKliMa stärkt u.a. Nachhaltigkeitsinitiativen der KMU. (Foto: wbk)
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Institut für Produktionstechnik Jahresbericht 2023