wbk Jahresbericht 2024 final inkl Inhaltslink - Flipbook - Seite 24
INSTITUT
FORSCHUNG
K O O P E R AT I O N E N
Forschungsbereich
Produktionssysteme (PRO)
Ansprechpartnerin am wbk:
Institutsleiterin (PRO)
Prof. Dr.-Ing Gisela Lanza
gisela.lanza@kit.edu
Die moderne industrielle Produktion zeichnet sich
durch eine bemerkenswerte Individualisierung und
Varianz in Bezug auf die herzustellenden Produkte aus. Dies erfordert von Produktionssystemen,
einschließlich der Zuführungs- und Intralogistik,
ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Im Forschungsbereich Produktionssysteme (PRO) am wbk Institut für Produktionstechnik
stehen die Konzeption, Beurteilung und Lenkung
der Produktion von heute und morgen im Fokus.
Dazu entwickelt und erforscht die PRO in den drei
Gruppen Globale Produktionsstrategien, Produktionssystemplanung und Qualitätssicherung Methoden zur Verbesserung der Produktion. Die Gruppe
Globale Produktionsstrategien befasst sich mit der
strategischen Ausrichtung, Gestaltung und dem
Management von Produktionsnetzwerken, die
sich aus mehren international verteilten Standorten zusammensetzen. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf nachhaltigen und kreisläufigen
Produktionsnetzwerken sowie auf Methoden zur
Steigerung der Resilienz gegenüber äußeren Einflüssen. Die Gruppe Produktionssystemplanung
befasst sich mit der Planung und Steuerung einzelner Fertigungs- und Montagelinien und Produktionssegmenten und verwendet dabei Methoden
aus den Bereichen Lean, Industrie 4.0 und Machine
Learning. In den letzten Jahren stehen insbesonde-
re Aktivitäten zum Produkt-Produktions-CoDesign
und der softwaregetriebenen Produktion im Vordergrund. Die Gruppe Qualitätssicherung dagegen
fokussiert die funktionsorientierte Qualitätsregelung von Produktionssystemen. Dazu erforscht sie
neue Messmethoden, entwickelt autonome Messsysteme und definiert Verfahren zur Informationsfusion unter Unsicherheit.
Zur Verbesserung der Produktion arbeitet die PRO
daran, agile Produktionssysteme mit widerstandsfähigen Prozessen in einer globalen, digitalisierten
Produktionslandschaft zu erschaffen. Besonders
herausfordernd ist es, in sich rasch wandelnden
Märkten und unter turbulenten Bedingungen erfolgreich zu agieren, was sich beispielsweise in der
industriellen Produktion während der Pandemie,
Kriegen, der Umstellung auf neue Mobilitätskonzepte und den Engpässen bei der Energieversorgung zeigt.
Industrie 4.0 strebt hochgradig anpassungsfähige Produktionssysteme an, die sich an verschiedene Stückzahlen und Produktvarianten anpassen
können. Dies ermöglicht es, neue Produkte zügig
einzuführen, selbst bei kleineren Produktionslosgrößen, und erfordert sowohl modular aufgebaute Produktionssysteme auf der Hardwareseite als
Messdatenfusion und Integration von Vorwissen für die industrielle Computertomographie
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Institut für Produktionstechnik Jahresbericht 2023